Stationen des Astro Walks

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"Am Horizont können wir unsere Sinne ablesen", 2003, Yves Netzhammer

Kunsthalle Bremen

Epoche für Epoche haben sich Künstlerinnen und Künstler für das Geschehen am Firmament interessiert. Viele Beispiele aus dem Bestand der Kunsthalle Bremen sind Zeugen dieses Interesses. Für die Renaissance sei die Melencolia (1514) von Albrecht Dürer genannt, für die heutige Zeit Am Horizont können wir unsere Sinne ablesen (2003) von Yves Netzhammer.

Mit einer 10-minütigen Führung zu diesen oder weiteren Werken wie der Büste des Astronomen Wilhelm Olbers von Daniel Rauch (1832) beginnt der Astro Walk Bremen in der Kunsthalle.

 



Olbers-Denkmal

Olbers-Denkmal

Das Olbers-Denkmal von C. Steinhäuser in den Wallanlagen wurde 1848 vom Olbers-Verein zur Erinnerung an den Arzt und Astronomen Heinrich Matthias Wilhelm Olbers (1758-1840) errichtet. W. Olbers studierte Medizin, Mathematik und Astronomie in Göttingen und ließ sich als praktischer Arzt 1781 in Bremen nieder.

Als Astronom wurde er weltbekannt. Unter dem Titel Über die Durchsichtig-keit des Weltraums formulierte er das kosmologische Phänomen der Dunkelheit. Es ging als Olberssches Paradoxon in die Geschichte ein und konnte erst durch die moderne Physik und Astronomie erklärt werden.

 





Olbers-Wohnhaus und seine Ferngläser

Olbers-Wohnhaus

Aus Erkern aus dem 2. Stock beobachtete Wilhelm Olbers mit transportablen Linsenfernrohren den Himmel. Hier entdeckte er die Klein-Planeten PALLAS (1801) und VESTA (1807) sowie mehrere Kometen und entwickelte zu deren Bahnbestimmung eine neue Berechnungsmethode. Olbers? umfangreiche Briefkontakte, seine Publikationen und seine Vortragstätigkeit in der Museumsgesellschaft förderten die europaweite Zusammenarbeit der Astronomen; viele von ihnen waren Gäste in diesem Haus.

Das Haus Nr. 16 in der Sandstraße wurde 1906 abgerissen. Eine Gedenktafel erinnert an die Olberssche Sternwarte.

 



Das zukünftige Haus der Wissenschaft

Haus der Wissenschaft

Das Haus der Wissenschaft in der Sandstraße, ehemals Haus Vorwärts, ist ein Beitrag zur "Stadt der Wissenschaft 2005" Bremen_Bremerhaven. Der Trägerverein aus den beiden Universitäten, den drei Hochschulen und außeruniversitären Instituten möchte in diesem Haus mit Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen die Bevölkerung stärker in ihre Arbeit einbeziehen.

Der Beitrag der Wissenschaft als Motor des Strukturwandels, der Modernisierung und der wirtschaftlichen Entwicklung Bremens sowie zur europäischen Integration soll verstärkt und sichtbarer gemacht werden.

 



Amillarsphäre

Sonnenuhren

Versteckt im Hof zwischen St. Petri Dom und Glocke befindet sich eine Sonnenuhr von 1619. Sie enthält drei verschiedene Liniennetze. Die großen goldenen Zahlen zeigen die wahre Ortszeit an. Die Hyperbeln geben das Datum an; ein weiteres Liniennetz die temporalen Stunden.
An der Raths-Apotheke befindet sich eine Sonnenuhr des Bildhauers August Tölken von 1960. Das Zifferblatt weicht stark von der Südrichtung ab und berücksichtigt den Einfluss der Zeitzone.

Die Armillarsphäre auf dem Giebel des Neuen Rathauses stellt ein Weltmodell aus Ringen dar, das seit der Antike bis ins Mittelalter gebräuchlich war.

 



Skulptur des Bessel-Eis

Friedrich Wilhelm Bessel

Friedrich Wilhelm Bessel (1784-1846) beschäftigte sich bereits während seiner Kaufmannslehre in Bremen mit astronomischen Berechnungen. Diese veranlaßten W. Olbers, ihn als Inspektor an die Lilienthaler Sternwarte des Astronomen J.H. Schroeter zu vermitteln. 1810 ging Bessel als Professor für Astronomie und künftiger Sternwartendirektor nach Königsberg.
Zu seinen epochemachenden Arbeiten gehört die Entfernungsbestimmung eines Fixsternes. Mit europaweiten Landvermessungen versuchte Bessel die Form der Erde zu bestimmen. Seine zur Störungsrechnung von Planetenbahnen entwickelten Differentialgleichungen gingen als Bessel-Funktionen in die Mathematik ein.

 



Gauß´ Instrumente - verewigt auf dem alten Zehn-Mark-Schein

Carl Friedrich Gauß

Carl Friedrich Gauß (1777-1855) studierte in Göttingen Mathematik und Astronomie. Als Privatgelehrter in Braunschweig erwarb er mit mathematischen Arbeiten und der Bahnberechnung des neu entdeckten Planetoiden CERES Weltruhm.
Die enge Zusammenarbeit mit W. Olbers und J.H. Schroeter in Lilienthal war der Schlüssel für die Entdeckung der Kleinplaneten PALLAS, JUNO und VESTA. 1807 wurde Gauß Professor für Astronomie, ab 1816 Direktor der Sternwarte in Göttingen. Von 1821 bis 1825 war Gauß mit der Hannoverschen Landvermessung beauftragt. Einer der Triangulationspunkte war der Kirchturm von St. Ansgarii.

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