| Ein Geheimnis wird gelüftetDER HINTERGRUND Paula Modersohn-Beckers "Selbstbildnis am sechsten Hochzeitstag" ist in der Kunstsammlung Böttcherstraße ausgestellt. Die Künstlerin hat das Bild im Mai 1906 während ihres dritten Aufenthalts in Paris gemalt. Sie hatte Worpswede im Februar 1906 verlassen, um in der französischen Hauptstadt ein neues Leben zu beginnen. Paula fühlte sich in Worpswede zunehmend unwohl. Von den Spannungen mit ihrem Mann Otto Modersohn einmal abgesehen erschien ihr die norddeutsche Umgebung einengend. Sie strebte nach mehr Kunst und Welt und sah diese Bedürfnisse in Worpswede nicht befriedigt.
DAS BILD In Paris angekommen mietet die Malerin ein Atelier am Boulevard Montparnasse und besucht die Ecole des Beaux-Arts. Das Selbstportrait "Selbstbildnis am sechsten Hochzeitstag" spiegelt die neu errungene innere und äußere Autonomie der Malerin. Revolutionär für die damalige Zeit zeigt es die Künstlerin nackt. Der Bauch läßt eine Schwangerschaft vermuten, die indes nicht vorlag.
DIE VERMUTUNG Unsere Vermutung geht dahin, dass sich unter den Händen, die den Bauch umfassen, Pflanzenmotive verbergen, die die Malerin ursprünglich aufbrachte und später durch neue Farbaufträge übermalte.
DES RÄTSELS LÖSUNG? Um Klarheit zu gewinnen und die Geschichte des Bildes besser kennen zu lernen, werden die Kunstsammlungen Böttcherstraße das Bild röngten lassen. Ein Termin dafür wird demnächst festgelegt.
KOOPERATIONSPARTNER Die Paula-Modersohn-Schule ist seit kurzem die neue Partnerschule des gleichnamigen Museums. Daher wird eine Physikklasse der Bremerhavener Schule gemeinsam mit einer Museumspädagogin den Röntgenprozess begleiten und die SchülerInnen werden dann in einem Internet-Tagebuch über ihre Erfahrungen berichten.
Bei Fragen melden Sie sich bitte bei: Uta Schlott Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kunstsammlungen Böttcherstraße email: 
Paula Modersohn-Becker: Selbstbildnis am sechsten Hochzeitstag.
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Das Paula Modersohn-Becker Museum befindet sich in der Böttcherstraße. Es ist geöffnet: Di - So 11 - 18 Uhr
Ein Blick in die Sammlungen.
Lust auf mehr? - Zur Webseite des Paula Modersohn-Becker Museums geht es hier.
Die Biographie von Paula Modersohn-Becker gibt es hier.
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