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| Focke-Windkanal - das Erbe des Bremer LuftfahrtpioniersMehr Information finden Sie unter www.Focke-Windkanal.de.
Radio Bremen hat eine Übersicht aller eigenen Beiträge zusammengestellt.
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Für die denkmalgerechte Sanierung suchen folgende Materialien.
Der Focke-Windkanal e.V. freut sich über jede Spende für den Erhalt des einmaligen Fluglabors.
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| Henrich FockeLange Zeit galt der Traum vom Fliegen als unerfüllbar. Erfindergeist ermöglichte zum Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten Luftsprünge. Einer der Wegbereiter und bedeutensten Flugpioniere der Welt stammt aus Bremen. Henrich Focke baute hier in der Hansestadt die ersten Motorflugzeuge, als die Erfolge der amerikanischen Gebrüder Wrigth in Europa lediglich als unglaubwürdige Gerüchte kursierten.
Dank seiner Arbeiten entwickelte sich Bremen zu einem der wichtigsten Standorte der europäischen Luft- und Raumfahrtsindustrie. Diese bietet heute in den aus Focke-Wulf hervorgegangenen Firmen mehreren tausend Menschen wissenschaftlich äußerst anspruchsvolle Arbeitsplätze.
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| Die PioniereDie ersten Flugversuche fanden am Osterdeich (Bild links) und an den Uferhängen der Lesum statt. Später nutzten Focke und seine Freunde den damaligen Exerzierplatz "Neuenlander Feld" als Flughafen.
Im Jahre 1911 stieß schließlich Georg Wulf (Bild rechts) zu der Gruppe der Flugzeugbauer.
Aus dem Hobby dieser Flugenthusiasten wurde 1923 durch die Gründung der Focke-Wulf - Flugzeugwerke ein ernstzunehmender Broterwerb.
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| Focke Wulf FlugzeugwerkeGleich das erste Serienflugzeug (Focke-Wulf A16) ging als frühestes bekanntes Rettungsflugzeug in die Geschichte ein. Bei einem Unwetter mit starken Gewitterstürmen wurde ein schwerkranker Patient von der Insel Wangerooge in ein Bremer Krankenhaus geflogen.
Es entstanden weitere Flugzeuge, wie zum Beispiel die F-19 "Ente" (die das Höhenleitwerk am Bug hatte) oder verschiedenen Typen der "Möve".
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| Der Hubschrauber1933 weigerte sich Henrich Focke, die von den Nazis geforderten Großserien von Kampfflugzeuge zu bauen. Er wurde daraufhin aus seiner eigenen Firma gedrängt. Fortan widmete Focke sich der Entwicklung von Autogiros, Trag- und Hubschraubern. 1936 entstand in Bremen der erste flugtaugliche Hubschrauber der Welt, die Fw-61 (Bild links oben). Sie überbot schon bei den ersten Flügen alle bisher aufgestellten Weltrekorde dieser Luftfahrzeuggattung.
Der 1940 vorgestellte Großhubschrauber Fa-223 blieb bis 1954 der leistungsfähigste Helikopter der Welt.
Nach dem Krieg legten die Arbeiten Fockes der Grundstein zur Hubschrauberentwicklung in aller Welt. Focke arbeitete zunächst in Frankreich an Hubschraubern. Ende der 40er Jahre eröffnete er in Bremen ein Ingenieurbüro. Anschließend beschäftigte er sich in Holland und Brasilien mit dem Bau eines Convertiplans (Bild links unten) einer Mischung aus Hubschrauber und Flugzeug.
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| Zurück nach Bremen - Der Borgward-KolibriMitte der 50er Jahre kehrte Henrich Focke nach Bremen zurück. Hier wollte der Automobilfabrikant Carl F.W. Borgward Hubschrauber bauen, um den Verkehr von der Straße zu holen.
Bei Borgward entstanden zwei flugfähige Prototypen des Focke-Borgward-Helikopters (Bild links). Der Konkurs des Konzerns verhinderte jedoch den Serienbau, mit dem Borgward der zum damaligen Zeitpunkt einzige Hubschrauberhersteller Deutschlands gewesen wäre.
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| Der Windkanal Ende der 50er Jahre begann Henrich Focke mit dem Bau eines eigenen flugtechnischen Labors, bestehend aus einer Werkstatt, Büro und einem Windkanal mit einer Ausströmfläche von 2 Quadratmeter. In diesem erforschte er Probleme der Aerodynamik, unter anderem Langsamflugeigenschaften und die Nachstrompropulsion. Focke verstarb hochverehrt am 25. Februar 1979 im Alter von 89 Jahren.
1997 entdeckte Dr. Kai Steffen Fockes Labor. Es befand sich exakt in dem Zustand, wie es Henrich Focke Mitte der 70er Jahre verlassen hatte. Fockes Zeichenbesteck und sein Rechenschieber lagen noch so auf dem Schreibtisch, als wollte er am nächsten Tag seine begonnenen Arbeiten fortsetzen.
Sogar das Herzstück der Forschunglabors, der Windkanal, konnte mit einem Griff am Regler wieder eingeschaltet werden, um Mitten im Herzen Bremens einen kontrollierten Sturm zu entfachen.
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Der Windkanal heuteSeit 2003 wird Henrich Fockes Erbe in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege restauriert. Die 250.000 Euro teure Instandsetzung wurde erst durch großzügige Spenden mehrerer Geldgeber möglich.
An dieser Stelle vielen Dank unseren Hauptsponsoren:
- Stiftung Wohnliche Stadt, Bremen
- AIRBUS Deutschland GmbH, Standort Bremen
- Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
- Der Senator für Wissenschaft und Bildung, Bremen
- Herr Friedo Berninghausen, Bremen
und allen anderen Förderern und Geldgebern.
Zur Eröffnung der Stadt der Wissenschaft kann Fockes historisches Fluglabor wieder besichtigt werden. Es soll in Zukunft allen Interessierten als Museum offenstehen sowie Schülern und Studenten Forschung in einer wohl einmaligen Arbeitsatmosphäre ermöglichen. Gerade die Einfachheit der Focke'schen Meßtechnik ermöglicht einen sehr anschaulichen Zugang zu den komplexen Vorgängen der Fluidmechanik.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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Ansprechpartner: Dr. Kai Steffen Tel. 0421-2348321

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